Maria Lichtmess am 2. Februar, das Fest zur Darstellung des Herrn im TempelBild: Wikimedia - Bellini Presentation of Jesus in the Temple - Darstellung des Herrn40 Tage nach Weihnachten feiern wir Mariä Lichtmess. Es ist auch der Tag an dem Maria und Josef das Kind Jesus in den Tempel gebracht haben, um es Gott zu weihen. Das Fest knüpft an das Lukas-Evangelium an, wonach Jesus wie alle jüdischen Erstgeborenen 40 Tage nach seiner Geburt von seinen Eltern zum Tempel in Jerusalem gebracht und dem Herrn "dargestellt", also geweiht wurde.
Spätestens zum Fest "Maria Lichtmess" wird in unseren Kirchen auch der gesamte Weihnachtsschmuck entfernt. Der christliche Feiertag ist traditionell somit das letzte Fest der Weihnachtszeit und zugleich ein Neubeginn, wenn Kerzen für das neue Jahr geweiht werden.
Der Evangelist Lukas erzählt, was da im Tempel zur Zeit Jesu geschah: Nach jüdischem Brauch wurden alle Erstgeborenen 40 Tage nach Geburt zum Tempel in Jerusalem gebracht. So auch das Jesuskind von Maria und Josef.
Simeon und Hannah, zwei sehr alte Menschen, waren auch im Tempel anwesenden. Ihr Leben lang haben sie auf den Retter der Welt gewartet. Sie haben gehofft, ihn noch zu sehen. Nun erkennen sie im Jesuskind den Retter. Voller Freude nimmt Simeon Jesus in seine Anne. Er nennt den kleinen Jungen "das Licht zur Erleuchtung der Heiden". Alle Welt soll von Jesus wissen! Simeon lobt und preist Gott. Auch Hannah tut das. Sie erzählt allen, die da sind, dass Gott endlich den Erlöser gesandt hat. Wie wir Maria Lichtmess in den Kirchen feiern: Simeon und Hanna haben erkannt: Jesus ist das Licht der Welt. Das drücken wir auch damit aus, dass wir Kerzen anzünden. An Maria Lichtmess werden in den Kirchen die Kerzen gesegnet, ganz besonders die Altarkerzen.
So auch in unseren Kirchen. Zur Lichtmessfeier mit Kerzenweihe und Lichterprozession sind die Erstkommunionkinder und Firmbewerber sowie die Mitglieder des Pfarrgemeinderats und der Kirchenverwaltungen sehr herzlich eingeladen daran teilzunehmen.Bild: A. Lang: Prozession und Kerzenweihe am Fest Darstellung des Herrn (PGR, KV, Erstkommunionkiner)
Lesungen und Evangelium am Fest zur Darstellung des Herrn im Tempel (Mariä Lichtmess)
Erste Lesung Mal 3, 1–4
Dann kommt zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht
Lesung aus dem Buch Maleáchi.
So spricht Gott, der Herr:
Seht, ich sende meinen Boten;
er soll den Weg für mich bahnen.
Dann kommt plötzlich zu seinem Tempel
der Herr, den ihr sucht,
und der Bote des Bundes, den ihr herbeiwünscht.
Seht, er kommt!,
spricht der Herr der Heerscharen.
Doch wer erträgt den Tag, an dem er kommt?
Wer kann bestehen, wenn er erscheint?
Denn er ist wie das Feuer des Schmelzers
und wie die Lauge der Walker.
Er setzt sich, um das Silber zu schmelzen und zu reinigen:
Er reinigt die Söhne Levis,
er läutert sie wie Gold und Silber.
Dann werden sie dem Herrn die richtigen Opfer darbringen.
Und dem Herrn
wird das Opfer Judas und Jerusalems angenehm sein
wie in den Tagen der Vorzeit,
wie in längst vergangenen Jahren.
Zweite Lesung Hebr 2, 11–12.13c–18
Er musste in allem seinen Brüdern gleich sein
Lesung aus dem Hebräerbrief.
Er, der heiligt,
und sie, die geheiligt werden,
stammen alle aus Einem;
darum schämt er sich nicht, sie Brüder zu nennen
und zu sagen:
Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden,
inmitten der Gemeinde dich preisen;
cund ferner:
Siehe, ich und die Kinder, die Gott mir geschenkt hat.
Da nun die Kinder von Fleisch und Blut sind,
hat auch er in gleicher Weise daran Anteil genommen,
um durch den Tod den zu entmachten,
der die Gewalt über den Tod hat, nämlich den Teufel,
und um die zu befreien,
die durch die Furcht vor dem Tod
ihr Leben lang der Knechtschaft verfallen waren.
Denn er nimmt sich keineswegs der Engel an,
sondern der Nachkommen Abrahams nimmt er sich an.
Darum musste er in allem seinen Brüdern gleich sein,
um ein barmherziger und treuer Hohepriester vor Gott zu sein
und die Sünden des Volkes zu sühnen.
Denn da er gelitten hat und selbst in Versuchung geführt wurde,
kann er denen helfen, die in Versuchung geführt werden.
EvangeliumLk 2, 22–40
Meine Augen haben das Heil gesehen
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
Als sich für die Eltern Jesu
die Tage der vom Gesetz des Mose
vorgeschriebenen Reinigung erfüllt hatten,
brachten sie das Kind nach Jerusalem hinauf,
um es dem Herrn darzustellen,
wie im Gesetz des Herrn geschrieben ist:
Jede männliche Erstgeburt
soll dem Herrn heilig genannt werden.
Auch wollten sie ihr Opfer darbringen,
wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt:
ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.
Und siehe, in Jerusalem lebte ein Mann namens Símeon.
Dieser Mann war gerecht und fromm
und wartete auf den Trost Israels
und der Heilige Geist ruhte auf ihm.
Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden,
er werde den Tod nicht schauen,
ehe er den Christus des Herrn gesehen habe.
Er wurde vom Geist in den Tempel geführt;
und als die Eltern das Kind Jesus hereinbrachten,
um mit ihm zu tun, was nach dem Gesetz üblich war,
nahm Símeon das Kind in seine Arme
und pries Gott mit den Worten:
Nun lässt du, Herr,
deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen,
das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet,
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.
Sein Vater und seine Mutter
staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden.
Und Símeon segnete sie
und sagte zu Maria, der Mutter Jesu:
Siehe, dieser ist dazu bestimmt,
dass in Israel viele zu Fall kommen
und aufgerichtet werden,
und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird, –
und deine Seele wird ein Schwert durchdringen.
So sollen die Gedanken vieler Herzen offenbar werden.
Damals lebte auch Hanna, eine Prophetin,
eine Tochter Pénuëls, aus dem Stamm Ascher.
Sie war schon hochbetagt.
Als junges Mädchen hatte sie geheiratet
und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt;
nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren.
Sie hielt sich ständig im Tempel auf
und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten.
Zu derselben Stunde trat sie hinzu,
pries Gott
und sprach über das Kind
zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.
Als seine Eltern alles getan hatten,
was das Gesetz des Herrn vorschreibt,
kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück.
Das Kind wuchs heran und wurde stark,
erfüllt mit Weisheit,
und Gottes Gnade ruhte auf ihm.